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Die
schönsten Wiener Innenhöfe
Herrlich gestaltete Innenhöfe.
Foto: Deutschordenshaus
© WienTourismus / Gerhard Weinkirn |
Die schönsten Wiener Innenhöfe
Hinter so mancher prachtvollen Fassade der Wiener
Bürgerhäuser und Palais verbergen sich
herrlich gestaltete Innenhöfe.
Eintreten und aufatmen: Mit ein paar Schritten gelangt
man durch das Hausportal von einer geschäftigen
Straße in eine Oase der Ruhe. Viele der alten
Wiener Innenhöfe wurden sorgfältig restauriert
und liebevoll gestaltet. Typisch für Wien sind
die so genannten Pawlatschen, umlaufende Laubengänge
zur Hofseite, über die die Wohnungen betreten
werden. Manche Innenhöfe ergeben aneinander
gereiht ein „Durchhaus“, also eine praktische,
von beiden Seiten zugängliche Querverbindung
zwischen zwei parallel laufenden Straßen.
Besonders schöne Innenhöfe finden sich
vor allem im 1. Bezirk. Die Häuserblocks des
Blutgassen-Viertels hinter dem Stephansdom (Blutgasse,
Singerstraße, Grünangergasse, Domgasse)
gehören zu den ältesten von Wien. Hinter
dem Hauseingang der Blutgasse 3 verbirgt sich ein
sehenswertes Pawlatschenhaus aus dem 17. Jahrhundert,
in der nahe gelegenen Singerstraße gibt es
gleich mehrere interessante Höfe. An der Adresse
Singerstraße 7 befindet sich das Deutschordenshaus
mit zwei Innenhöfen und Fassaden im Stil des
17. Jahrhunderts. Im ruhigen Innenhof des Hauses
Singerstraße 11 steht eine prächtige
Edelkastanie, das Barockpalais Neupauer-Breuner
(Singerstraße 16) hat einen schönen Innenhof
mit offenen Pawlatschengängen. Im hübschen
Innenhof der Weihburggasse 16 logiert die „Vermischte
Warenhandlung“ mit einem liebenswerten Sammelsurium
an originellen Geschenken und Mitbringseln.
In der Bräunerstraße 3 in der Innenstadt
befindet sich das Geburtshaus des Wiener Schauspielers,
Dramatikers und Satirikers Johann Nepomuk Nestroy.
Den eleganten Pawlatschenhof zieren schmiedeeiserne
Gitter, Wandbrunnen und Hängepflanzen. Besonders
kunstvolle Schmiedeeisen-Arbeiten kann man im Arkadenhof
eines Renaissance-Wohnhauses aus dem 16. Jahrhundert
(Bäckerstraße 7) bewundern, sie stammen
aus der Sammlung des Biedermeiermalers Friedrich
Amerling. Nicht weit davon entfernt verbindet der
großzügige Heiligenkreuzerhof die Schönlaterngasse
mit der Grashofgasse.
Schöne Innenhöfe finden sich auch außerhalb
des 1. Bezirkes. Auf der Einkaufsmeile Mariahilfer
Straße führt vom Raimundhof (Mariahilfer
Straße 45, 1060 Wien) ein Durchhaus mit mehreren
Höfen zur Windmühlgasse, das von kleinen
Geschäften und Lokalen belebt wird. Im 7. Bezirk
verbinden drei Höfe die Adressen Neustiftgasse
16 und Lerchenfelderstraße 13. Das Durchhaus
hat mit seinen Schanigärten und Cafés
ein fast schon südländisches Flair. Ruhiger
geht es im 1874 erbauten Adlerhof zu, dieses restaurierte
Durchhaus führt über fünf treppenförmige
Höfe mit zehn Stiegen von der Siebensterngasse
46 zur Burggasse 51.
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