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Salzburger Land, Hellbrunn  

Wunderkammer der Gartenarchitektur

SalzburgerLand: Schlosspark Hellbrunn in Manier der Renaissance.
Bild: Lustgarten Hellbrunn
© Sulzer


Wunderkammer der Gartenarchitektur

„Das Göttliche vereint sogar das Gegensätzliche“ steht an einem Torbogen im Park des Schlosses Hellbrunn bei Salzburg zu lesen. Nach diesem Prinzip erdachte Erzbischof Markus Sittikus seinen Lustgarten, den er von 1613 bis 1616 anlegen ließ:

Hell und Dunkel, Feuer und Wasser, belebt und unbelebt – Kontraste führen Regie in diesem insgesamt 60 Hektar großen Areal. Wenn auch die Jahrhunderte das Gartendesign nicht unberührt ließen, dieser Grundgedanke der Renaissance blieb hier jedenfalls erhalten. Streng geschnittene Baumreihen flankieren die Längsseiten der Teichanlagen und trennen sie von den Fischweihern. Eine Kastanienallee bildet den Übergang zu weitläufigen Wiesen, die fließend in die Salzachauen übergehen.

Wasserspiele und Wasserautomaten des 17. Jahrhunderts schmiegen sich an den Hügel hinter dem barocken Wassertheater mit seinen symmetrischen Buxbaum-Ornamenten. Die Sitze am steinernen Fürstentisch des Markus Sittikus taugten dank ausgetüftelter Hydraulik dazu, „Sitzenbleibern“ den Hosenboden mit Wasser einzuweichen. Die sprühende Freilufttafel findet sich inmitten des Römischen Theaters, einer frühbarocken Kulisse mit Kieselmosaiken, Kreuzblumen und Urnen. Entlang des so genannten Fürstenwegs begegnet der Parkbesucher Brunnen, künstlich angelegten Grotten und dem ersten mechanischen Theater aus dem 18. Jahrhundert, das mit Hilfe von Wasserkraft das bewegte Treiben einer barocken Kleinstadt illustriert.

Öffnungszeiten: täglich geöffnet; April, Oktober: 9.00 – 16.30 Uhr;
Mai, Juni, September: 9.00 – 16.00 Uhr; Juli, August: 9.00 – 21.00 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 8,50 Euro, Kinder 3,80 Euro.

Schlossverwaltung Hellbrunn
E-Mail info@hellbrunn.at
Web: www.hellbrunn.at
T.: +43/(0)662/82 03 72-0
 
 
 
 
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