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Kärnten:
Grüne Kunst im Miniformat
Zentrum asiatischer Bonsaikunst in Seeboden.
Bild: Bonsaimuseum
© Bonsaimuseum.at |
Kärnten: Grüne
Kunst im Miniformat
Windhauch der Heimat - auf Japanisch „Rifu
an“ - lautet der klingende Name des Bonsaimuseums
in Seeboden am Millstätter See. Auf einem Areal
von 10.000 m2 scheint Nippons botanische Seele tatsächlich
allgegenwärtig zu sein. Schließlich stammen
fast alle der rund 4.000 in der Schale gezogenen
Bäume (japanisch „Bonsai“) aus
der fernöstlichen Heimat der hohen Gartenkunst.
Seit über 30 Jahren hegt und pflegt Günther
Klösch mitsamt seinem Team die Pflanzen-Kunstwerke
im Miniaturformat in einem der ältesten Bonsaizentren
Europas. Die Sträucher und Bäume, die
hier in kleinen Gefäßen wurzeln, sind
jedoch viel älter. Der Stamm der ältesten
ausgestellten Fichte zählt ganze 250 Jahresringe,
die übrigen seit ihrer Pflanzung fortwährend
in Form geschnittenen Bäumchen haben bereits
durchschnittlich 100 Lebensjahre als Bonsai verbracht.
In verschiedenen, nach japanischer Lehre angelegten
ZEN-Gärten gedeihen 120 Sorten, darunter verschiedene
Ahorn- und Kieferbäumchen, aber auch Obstbäume,
Zedern usw.
Die Hüter der Bonsais entführen den Besucher
in eine entschleunigte Welt, denn ein Menschenalter
reicht nicht aus, um einen „fertigen“
Bonsai zu gestalten. Wessen Zeitgefühl sich
im Bonsaimuseum bereits verlangsamt hat, der bringt
auch sicher die nötige Geduld für eine
zweistündige, von einer japanischen Mitarbeiterin
gestaltete Teezeremonie auf.
Die Philosophie sowie eine Einleitung in die Kunstfertigkeit
des Bonsai Ziehens vermitteln Experten in verschiedenen
Seminaren ab einer Gruppengröße von 6
Personen, jeweils Dienstag und Donnerstag nach Vereinbarung.
Öffnungszeiten: April und Oktober: Dienstag
– Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr,
Mai bis September: Montag – Samstag, 10.00
bis 18.00 Uhr,
Eintrittspreis: pro Erwachsenem 6,50 Euro.
Bonsaimuseum Seeboden
E-Mail: japan@bonsai.at
Web: www.bonsai.at
T.: +43/(0)4762/81947 |
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